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Die Entstehungsgeschichte der Stadt Münster

LERNEN – Herr Martin Korda vom Rotary Club Münster St. Mauritz war bei uns zu Besuch und hat uns einiges über die Entstehungsgeschichte der Stadt Münster erzählt.
Vor sehr langer Zeit stand im heutigen Stadtgebiet die kleine Siedlung Mimigernaford. Im Jahr 793 wurde dann ein Kloster auf dem Dorfberg gebaut und dadurch ergab sich auch der heutige Name der Stadt Münster – dieser lässt sich nämlich von „monasterium“, der lateinischen Bezeichnung für Kloster, ableiten. Um die Anwohner, von denen nun immer mehr dazu kamen, voneinander zu trennen, wurde eine Mauer um den damaligen Dom gebaut. Innerhalb des Kreises durfte lediglich die Oberschicht der Gesellschaft wie die Ministerialen leben, außerhalb betrieben die Kaufleute ihre Geschäfte. Zudem gab es eine Domschule, deren Besuch ebenfalls nur besonderen Leuten vorbehalten war und eine große Ehre bedeutete.
Die Mauer um den Dom herum war allerdings nicht die einzige – ungefähr dort, wo heute die für Radfahrer beliebte Promenade verläuft, stand die Stadtmauer, die vor Angreifern schützen sollte. Herr Korda erzählte uns unter anderem auch von den Streitigkeiten zwischen den Bürgern und dem Bischof von Münster, die um das 17. Jahrhundert herum stattfanden. Als diese ausarteten und der Bischof ausgesperrt werden sollte, verhinderte er zunächst den Zugriff der Bürger auf die Wasserquellen, bevor er anschließend die Stadt fluten ließ.
Sehr viele Jahre später wurden während des Zweiten Weltkriegs gut 80 % der Münsteraner Innenstadt zerstört. Obwohl der Plan, die alten Gebäude beinahe unverändert wiederherzustellen, auf Verwunderung stieß, ließen sich die Münsteraner nicht davon abbringen und so kommt auch das historische Flair des heutigen Prinzipalmarkts zustande.
Nachdem Herr Korda uns mit seinem Vortrag einmal quer durch die Stadtgeschichte geführt hatte, berichtete er noch vom heutigen Münster und dessen Freizeitwert, der unter anderem durch den Aasee und Events wie den Promenaden-Flohmarkt geprägt ist. Wir bedanken uns für einen detailreichen und spannenden Vortrag, der mit interessanten Bildern hinterlegt wurde.

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