Gastvorträge

An diesem Meeting konnten wir drei interessante und abwechslungsreiche Vorträge hören.

1) „Boston und seine Sehenswürdigkeiten“ -Vanessa Flato

Vanessa machte uns in ihrem Vortrag durch eine „Sightseeing- Tour“ mit der Stadt Boston vertraut.
Boston ist die Hauptstadt des Bundesstaats Massachusetts (USA) und gilt mit seinen 667.000 Einwohnern als lebenswerteste Stadt der Welt sowie schönste Stadt in Amerika, die auch für die Universität Harvard bekannt ist.

Den historischen Stadtkern erreicht man über die „Longfellow Bridge“, die erste Sehenswürdigkeit, die uns Vanessa vorstellte. Die Brücke wird durch vier Ziertürme ausgezeichnet, die im Stile des russischen Zuckerbäckerstils gehalten sind. Das Zentrum der Stadt ist u.a. aufgeteilt in den Stadtteil „Beacon Hill“, in dem früher die Mächtigen und Reichen Bostons wohnten und welches noch heute an ein britisches Städtchen erinnert. „North Slope“ hingegen war das Armenviertel der Stadt.

Die Stadtführung ging nun weiter in den „Boston Common“, heute eine grüne Parkanlage mitten im Stadtzentrum und damit Erholungsort für die Bostoner. Die „Boston City Hall“, im Stil des Brutalismus gehalten, wurde im Jahr 2008 zum hässlichsten Gebäude der Welt von einem Architekturmagazin gewählt. Das „Museum of Afro- American History“ erinnert heute an die Bostoner Antisklaverei- Bewegung als eine der stärksten der USA sowie an die erste Schule für farbige Kinder, die von einem Weißen gestiftet wurde.

Am Ende ihres Vortrags besuchte Vanessa mit uns den „Port of Boston“. Dieser wurde während der Zeit der Kolonisation als Stützpunkt für die Erweiterung der Kolonien, später als Basis des interamerikanischen Handels genutzt. Auch als Schauplatz für die „Boston Tea Party“ ist dieser bekannt. Heute wird er als Frachthafen genutzt.

2) „Atomenergie vergeht, Schadensersatz entsteht – eine (nicht ganz) juristische Betrachtung des deutschen Atomausstiegs -Christian Worpenberg

Im Rahmen einer Seminararbeit beschäftigte sich Christian mit dem deutschen Atomausstieg, worüber das Bundesverfassungsgericht am 06.12.16 ein Urteil fällen wird.
Auslöser für die Planung des beschleunigten Atomausstiegs war der Vorfall in Fukushima (2011). Betroffen davon sind die e.on-AG, RWE-Power und Vattenfall (u.a.), die Verfassungsbeschwerde bezüglich Reststrommengen und feste Enddaten für den Betrieb einreichten.

Als rechtliche Auswirkungen des beschleunigten deutschen Atomausstiegs nannte Christian, dass die Wegnahme der Reststrommengen die Kraftwerksbetreiber in ihrer Planung belaste und bezeichnete dies als einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Als ein Punkt zur Gleichbehandlung der Kraftwerkbetreiber müsse die Frage geklärt werden, warum es sechs unterschiedliche feste Enddaten zur Abschaltung der Atomkraftwerke gebe, also eine Begründung geliefert werden, warum wann welches Kraftwerk abgeschaltet wird. Hinzu komme die Korrelation des Alters eines Kraftwerks mit seiner Störanfälligkeit, die weitere Stromversorgung sowie die Frage nach der Amortisation.

Mögliche Lösungen für das Problem könnten beispielsweise sein, die eigentlich abzuschaltenden Kraftwerke länger laufen zu lassen bzw. noch laufende Kraftwerke ebenfalls unverzüglich abzustellen sowie ein finanzieller Ausgleich an die Betreiber- Konzerne.
Christians persönliche Meinung ist die, dass das Eigentumsrecht durch die Entscheidung nicht verletzt ist, sehr wohl aber eine Ungleichbehandlung darstellt, weshalb er für einen finanziellen Ausgleich wäre.

3) „In acht Tagen zu Fuß über die Alpen“ -Benedikt Roßmann

Benedikt berichtete erheiternd über seine achttägige Alpenüberquerung im Sommer diesen Jahres. Seinen spannenden Reisebericht untermalte er mit vielen eindrucksvollen Bildern seiner Route, die uns weite Alpenpanoramen näher brachten.
Die Tour führte ihn über den bekannten Wanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran. Während der acht Tage legte er insgesamt 7000 Höhenmeter über eine Weglänge von 150km zurück, was einer Laufzeit von 8 bis 9 Stunden pro Tag entspricht. Beginnend in den Allgäuer Alpen durchquerte er das Lech-, Pitz- und Ötztal und schließlich das Passeier Tal. Übernachtet wurde jeweils in Berghütten zu einem günstigen Preis und gutem Essen.

Benedikt empfahl uns als Ausstattung für eine solche Bergtour einen geeigneten Wanderrucksack mit Hüftgurt, passende Wanderschuhe, einen Trinkbeutel, um die kontinuierliche Flüssigkeitsversorgung über den Tag sicher zu stellen, sowie einen Kompass und Wanderstöcke. Am Ende seines Vortrags reflektierte er, was er auf dieser Tour gelernt hat. Dazu zählen u.a. Gelassenheit, Spontaneität, Minimalismus, das Gefühl des Nicht-Erreichbar-Seins sowie die Konzentration auf das Wesentliche.

Anschließend an die Gastvorträge ließen wir den Abend im Cafe „Bar Celona“ ausklingen.

Beertasting im Braukunstwerk

Das vergangene Meeting verbrachten wir in gemütlicher Runde bei einem Beertasting im Craftbeer- Shop „Braukunstwerk“ an der Warendorfer Straße.
Zu Verkosten gab es insgesamt vier Biersorten, angefangen mit dem „Slow Rider“ und Aromen von Hopfen und Grapefruit. Neben süffigen und kräftig-schweren Geschmacksrichtungen stach das Bier der Münsterschen Brauerei „Gruthaus“ hervor, welches Wacholder enthielt und damit an Gin erinnerte.

Neben der Verkostung erfuhren wir Wissenswertes über das Bier allgemein sowie über den Begriff „Craftbeer“. Bei diesem handelt es sich um ein Bier, was in kleinem Maßstab eher manuell gebraut wird.
Auf der Welt gibt es ca. 100 verschiedene Bierstile. Diese lassen sich grob einteilen in „Lagerbier“ und „Ale“.

Lagerbier, wozu z.B. das Pilsener, „Münchner Hell“ oder Märzen zählen, wird mit Hilfe einer untergärigen Hefe gebraut. Diese lagert sich unten am Braukessel ab, daher der Begriff „untergärig“, und arbeitet bei Temperaturen zwischen 2 bis 5°C.

Das Ale zählt zu den obergärigen Bieren (z.B. Kölsch, Alt- und Weißbier) und wird mit einer Hefe vergoren, die bei Temperaturen ab 15 bis 22 °C arbeitet und oben auf dem Bier aufschwimmt. Ales lassen sich noch einmal unterteilen in das „British Pale Ale“, was eher einen erdigen, harzigen Geschmack aufweist, sowie das fruchtige „American Pale Ale“.

Zusätzlich heißen wir Philipp de Fries im Club willkommen.

Firmenbesichtigung der Westfalen AG

LERNEN-An diesem besonderen Meeting waren wir zu Gast bei der Westfalen AG und wurden zunächst von Herrn Alexander Fritsch-Albert im Konferenzraum „Münster“ im neuen Westfalen Tower herzlich im Rahmen eines Sektempfangs begrüßt. Dieser beherbergt auf zehn Etagen à 200 m2 160 Arbeitsplätze in offenen Bürowelten.

In einem spannenden und kurzweiligen Vortrag brachte er uns das Unternehmen Westfalen AG sowie seine sechzigjährige Geschichte näher.
1923 als „Sauerstoff AG“ gegründet und Lieferant vor allem von Propangas für den Haushaltsgebrauch, stellt die Westfalen AG heute ein wichtiges Technologieunternehmen der Energiewirtschaft dar, welches als „Vollversorger“ für die Sparten Strom, Erdgas, Solarthermie, medizinische Gase sowie für den nachhaltigen Klimaschutz und eine moderne Energieversorgung steht.

Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Münster besitzt Vertriebs- und Produktionsstätten in neben Deutschland acht weiteren Ländern wie Belgien, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Eingeteilt ist die Westfalen AG in die drei Bereiche Gase, Energieversorgung und Tankstellen.
Zu dem Bereich der Gase zählt vor allem die Gewinnung von Edelgasen wie Argon aus der Umgebungsluft sowie die Abfüllung von Sauerstoff und Stickstoff. Diese Luftgase machen einen Produktionsanteil von 255 Mio. m3/Jahr aus. 40% des Absatzes entfallen auf Schweiß-, Schneid- und Lasergase, des Weiteren auf Lebensmittelgase (Gefriertechnik, u.a.), medizinische Gase sowie auf Sondergase zur Gerätekalibrierung (Abgasuntersuchung) und Ammoniak als Wärmeträger in der Kältetechnik.

Bei der Energieversorgung spielt Propan als Flaschenflüssiggas sowie als Autogas als emissionsfreie Alternative zu Benzin oder Diesel eine wichtige Rolle. Seit Anfang des Jahres gehört zur Westfalen AG zudem ein neues Strom- und Gasversorgungsangebot. In NRW und Niedersachsen besitzt die Westfalen AG 255 Tankstellen, die das Unternehmen als „Erholungszentren“ mit Kaffee- Lounge, Bistro und Compact- Markt bewirbt. Eine neue Drive-in–Tankstelle hat vor kurzem an der A1 bei Amelsbüren eröffnet, bei der nach dem Tanken an einem Schalter bezahlt und eingekauft werden kann. Anfang Dezember diesen Jahres wird zudem die erste Wasserstoff- Tankstelle zur Westfalen AG gehören.

So verbindet das Unternehmen Fortschritt und Entwicklung mit der Produktion und dem Vertrieb von herkömmlichen Produkten wie Kraftstoffen und Gasen. Im Jahr 2015 lag der Umsatzerlös des Konzerns bei 1.645,7 Mio. €, dieses
Jahr ist das Unternehmen zudem im Fokus als „Top Nationaler Ausbilder 2016“ ausgezeichnet worden.

Auch das soziale Engagement des Familienunternehmens kommt nicht zu kurz: Die „Stiftung Mitmachkinder“ unterstützt einkommensschwache Familien bei dem Einkauf des Schulbedarfs der Kinder. Des Weiteren ist es Sponsor der Montgolfiade am Aasee, des BVB und im Motorsport.

Seit Neuestem ist Herr Fritsch- Albert auch in die Start- Up- Szene eingestiegen und ermöglicht jungen Studierenden mit „Dein Start-Up“, ihre Ideen durch die Fachkenntnisse der verschiedenen Abteilungen des Konzerns sowie finanziell umzusetzen. Anschließend an den facettenreichen Einblick in das Unternehmen ließen wir den Abend bei Currywurst und Getränken, exzellentem Service und angeregten Gesprächen zusammen mit Herrn Fritsch- Albert ausklingen.

Firmenbesichtigung Zumnorde

LERNEN-An diesem Meeting waren wir zu Besuch im Firmensitz und Zentrallager des Schuhhauses Zumnorde. Nach einer kurzen Begrüßung stellte Herr Thomas Zumnorde uns in einem Vortrag sein Unternehmen sowie allgemein die Rahmenbedingungen in der Schuhbranche vor.

Das Schhuhhaus Zumnorde wurde 1887 von Heinrich Zumnorde in Münster ́s Kuhviertel gegründet. Seit 1910 befindet sich das Hauptgeschäft am heutigen Standort am Prinzipalmarkt. Neben den vier münsterschen Filialen (Zumnorde, Zumnorde Signora, Schhuhhaus Marcus (2x)), gehören zum Unternehmen Zumnorde insgesamt 28 Filialen in 15 deutschen Städten. Auch ein gleichnamiges Hotel in Erfurt, das 1994 eröffnet wurde, sowie ein Restaurant (seit 1998) zählen zum Familienunternehmen, das rund 700 Mitarbeiter und 62 Auszubildende beschäftigt.

Des Weiteren informierte uns Herr Zumnorde über die Rahmenbedingungen und den Wandel der Schuhbranche.

Diese stellt mit ca. 10 Mrd. Umsatz eine sehr kleine Branche dar, an der allein Deichmann einen Marktanteil von 23% besitzt. Der stagnierende Umsatz befindet sich zudem in einem sehr dynamischen Umfeld: der Auswahlprozess ändere sich, die Frequenz in den Städten nehme ab und die Händler würden bezüglich der Ware austauschbar.

Dem gegenüber behauptet sich das Unternehmen Zumnorde durch den Verkauf von Luxusmarken als das Alleinstellungsmerkmal mit der Garantie, der einzige Anbieter dieser Marken in einer Stadt zu sein. Damit spricht das Unternehmen ein „hochpreisiges Zielpublikum“ an, dass 4% der Kunden ausmache. Seit 2011 gibt es auch den Zumnorde- Onlineshop, dessen Anteil wie der an der gesamten Schuhbranche stetig wächst. (Ein Besuch des Onlineshops lohnt sich sehr!).

Im Anschluss an den Vortrag führte uns Herr Zumnorde sen. durch das neue Firmengebäude und Schuhlager, welches vor zweieinhalb Jahren gebaut wurde. Im Zentrallager befinden sich 80.000 Schuhe, die in die verschiedenen Filialen verschickt werden und auch dem Online- Handel zur Verfügung stehen, der ebenfalls von dort abgefertigt wird. Jeder Schuh wird einer Eingangskontrolle unterzogen, bevor er für den Verkauf freigegeben werden kann.

In der Onlineshop- Abteilung des Lagers wird jedem Paket vor Versand ein durch Herrn Zumnorde persönlich unterzeichneter Brief sowie ein kleines Geschenk eingelegt. Zu betonen bleibt, dass das Schuhlager über keine Roboter oder sonstigen automatischen Sortiersysteme verfügt, sondern allein druch das Personal bewerkstelligt wird.

Wir danken Familie Zumnorde für diesen eindrucksvollen Einblick in ihr Unternehmen!

Meeting, am 15.09.2016

LERNEN-An diesem Meeting standen zwei Programmpunkte im Mittelpunkt: ein sehr interessanter und kurzweiliger Vortrag von Herrn Michael Radau, Inhaber und Geschäftsführer der SuperBioMarkt AG, sowie über die Arbeit von „Elbèn“ in der deutsch- syrischen Flüchtlingshilfe.

1) Vortrag: „Du Öko! – Vom Klischee zum Erfolgskonzept SuperBioMarkt“

Herr Radau betonte zunächst, dass die Bio- Branche eine lebendige, sich im Wandel und Wachstum befindende Branche sei.
Seit 1986, nach der Tschernobyl- Katastrophe, sei das Bewusstsein der Menschen für die Qualität von Lebensmitteln enorm gestiegen, auch Klaus Hipp löste mit seiner noch heute gültigen Werbeaussage das Klischee des „Öko’s“ auf. Günstig für die Bedeutung von Bioprodukten wirkten sich auch der BSE- (2000/2001) sowie 2010 der Dioxin- Skandal aus, in Folge dessen das deutsche Biosiegel nach einer EG- Bioverordnung (2001) und im Jahre 2010 das EU- Biosiegel eingeführt wurden.

Die Bio- Branche zeigt auch im Gesamt- Umsatz eine kontinuierliche Entwicklung von 3 Mrd € (2003) bis 8,6 Mrd € im vergangenen Jahr. Heute gibt es in Deutschland ca. 2500 Biomärkte und –supermärkte.

Radau‘s erster SuperBioMarkt wurde 1993 in Münster eröffnet, heute gehören ihm 26 Märkte in NRW und Niedersachsen. Der Aufbau der SuperBioMärkte gleicht dem eines normalen Supermarktes inklusive Fleischtheke, Kosmetikabteilung und integriertem Biobäcker, nur, dass eben ausschließlich Bioprodukte angeboten werden. Herr Radau verfolgt damit das Ziel, das Wertbewusstsein von Lebensmitteln mit Qualität hervorzuheben und auch mit einem generationengerechten Ladenbau Einkaufen zum Erlebnis zu machen. Dafür ist ihm eine spezielle Mitarbeiterschulung sehr wichtig, er hat sogar ein eigenes Ausbildungskonzept entwickelt, zu dem auch die Warenkunde gehört. Das Angebot und die Auswahl seiner Produkte sind „ökologisch, fair, transparent, regional und

vielfältig“, neben dem Fairtrade- Handel unterstützt er viele Projekte.
Zudem veranstaltet Herr Radau Kochevents, lädt Prominente als Genussbotschafter ein und bietet „VIP- Kundenfahrten“ an, bei denen seine Kunden sich auf den Biohöfen vor Ort von Bioqualität überzeigen lassen können.

2) Vorstellung der Organisation „Elbèn“

„Elbèn“ ist eine Münsteraner Organisation, die sich in der syrischen Flüchtlingshilfe engagiert. Der Name „Elbèn“ stammt aus dem Syrisch- Arabischen und bedeutet „Zwei Herzen“. Syrische Einwanderer verkaufen zusammen mit Mitgliedern der Organisation in einem Foodtruck „Manakish“, eine syrische Spezialität. Dabei handelt es sich um einen Teigfladen, der belegt ist mit Za’atar, Hirtenkäse, Basilikum, Hackfleisch oder Tomaten. „Elbèn“ wurde durch eine Crowdfunding- Aktion ins Leben gerufen und finanziert sich durch Spenden. Ziele sind die Integration von Syrern/ Syrerinnen in den deutschen Arbeitsmarkt und die deutsche Gesellschaft, des Weiteren möchte der Verein ein eigenes Restaurant eröffnen und mit dem Konzept in weitere Großstädte expandieren.
„Elbèns“ Foodtruck steht montags und dienstags vor dem REWE am Hansaring und freitags vor der Josefskirche an der Hammer Straße. Ein Besuch lohnt sich!

Plaudermeeting am Aasee

HELFEN-Am 01.09.2016 traf sich der Rotaract Club Münster für ein gemeinsames Picknick an den Aasee-Wiesen. Zudem besuchte uns Herr Bastian vom Haus des Guten Hirten, um sich für die langjährige Zusammenarbeit mit dem RAC Münster zu bedanken. Zuletzt unterstützten wir das monatliche Tanzcafé als unser Dauer- Sozialprojekt. Herr Bastian berichtete kurz über das Haus vom Guten Hirten am Mauritz- Lindenweg sowie über die vielen weiteren Aktionen und Projekte, zu denen u.a. die „Gift- Boxen“ gehören. In die „Gift- Boxen“ können nicht mehr gebrauchte Dinge, z.B. Kleidung, hineingelegt werden, die andere dann, die diese Dinge gut brauchen können, aus den Boxen mitnehmen können. (Eine steht direkt am Haus des Guten Hirten in Mauritz). Zu dieser Idee des Teilens und Tauschens wird ein weiteres Projekt sein, die Beete entlang der Skagerrakstraße neu z.B. mit Nutzpflanzen wie Tomatenstauden, zu bepflanzen, die dann allen Anwohnern zur Verfügung stehen. Im „Ska- Treff“ findet auch einmal im Monat ein „Reparatur- Café“ statt, bei dem kaputte Elektronikgeräte repariert werden, z.B. Smartphone- Displays.

Zudem beteiligt sich das Haus vom Guten Hirten am 6. Freiwilligentag in Münster am 24.09.2016, dass auch unser Club als Sozialaktion unterstützen wird. Dabei geht es um die Betreuung und Durchführung von „Bundesgenerationenspielen“, bei denen es sich um eine Art Bundesjugendspiele mit eher spielerischem Charakter und ungewöhnlichen Disziplinen wie ein „Keksess- Wettstreit“ handelt. Die Idee ist es, alte und junge Menschen in diesem Projekt zusammen zu bringen.

Den weiteren Abend ließen wir gemütlich mit einem Picknick ausklingen. Dabei gab es zwei Überraschungen. Zum Einen begrüßen wir Markus Liedtke, der neu im Club aufgenommen wurde. Zum Anderen überraschte uns Cristine mit einer Torte mit unserem Rotaract- Logo als Abschiedsgeschenk an den Club, da sie in den nächsten Wochen Münster verlassen wird. Vielen Dank an dieser Stelle für die Torte und das großartige Engagement im Club! Wir wünschen alles Gute und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Besuch des Münsterschen Zwinger

LERNEN-Am vergangenen Meeting nahm der Club an einer sehr interessanten Führung durch den Münsterschen Zwinger an der Promenade teil. An diesem Abend besuchte uns auch Niklas Wiskandt, Distriktsprecher von D1870.

Der Zwinger an der Promenade nahe Neubrücken-, Lotharingerstraße, wurde um 1525 errichtet und ist damit das älteste Gebäude der Stadt Münster. Ursprünglich als Kanonenlager genutzt, diente der Zwinger in den Folgejahrzehnten als Wehr- und Wachturm sowie im 17.-18.

Jahrhundert als Rossmühle, in der Pulver gemahlen und gelagert wurde (Pulverturm). 1732 wurde Johann Conrad Schlaun, Erbauer des Münsterschen Schlosses, damit beauftragt, den Zwinger als Gefängnis und Zuchthaus umzubauen. So wurde der Zwinger durch Schlaun mit einem nach innen gewölbten Kegeldach ausgestattet. Ab 1919 diente das Gebäude nach erneutem Umbau dem Maler Friedrich Wilhelm Liel und seiner Frau als Künstlerwohnung. Liel, Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Schanze“, hielt im Zwinger bunte Abende ab und zeigte

verschiedene Ausstellungen in seinem Atelier direkt unter dem Dach. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente der Zwinger als Kulturheim der Hitlerjugend, später als Zwangsarbeiter- Gefängnis der Gestapo, in dem besonders arbeitsfaule Zwangsarbeiter aus verschiedenen Arbeitslagern bestraft wurden. 1944 wurde der Zwinger durch eine Bombe teilzerstört, wieder errichtet und ist heute für Besichtigungen zugänglich. Seit 1987 beinhaltet er zudem eine Kunstinstallation von Rebecca Horn, die damit u.a. mit 34 Grablichtern den dort Gefallenen gedenken wollte.

Nach der spannenden Zwinger-Führung ging es zu „Grotes“ im Kreuzviertel, wo nach einer kurzen Vorstellungsrunde und Geschenkeübergabe an die beiden Geburtstagskinder des vergangenen Monats, Cristine und Julia, Niklas Wiskandt von seinem Vorhaben als Distriktsprecher berichtete. Der Schwerpunkt seines Amtsjahrs liegt im Bereich „Internationales“. So sollen möglichst viele Rotaract- Clubs im Distrikt zum Austausch mit internationalen Partnerclubs motiviert werden sowie die REMS (Rotaract European Meeting) und EUCO (European Rotaract Conference) besuchen. Auch der Kontakt zu Rotex soll intensiviert werden. Niklas selbst möchte unseren Club in diesem Clubjahr noch zweimal besuchen kommen, einmal zusammen mit dem Governor Michael Bülhoff sowie zu einer Sozialaktion.

Wir ließen den Abend in geselliger Runde im „Grotes“ ausklingen.

Auf eine Partie Minigolf

FEIERN- Am 04.08.2016 traf sich der Club für eine Minigolf- Partie bei „Schwarzlicht- Minigolf“ in Münster- Roxel. Bei einem Freigetränk und guter Stimmung konnte man sich im Minigolf über 18 Löcher probieren.

Gästevorträge und Rucksack packen

LERNEN, HELFEN- Am 21.07.2016 fand das Treffen diesmal im Reisebüro Lückertz statt. Diesmal hielten Philipp de Fries und Markus Liedtke ihre Gastvorträge.

Markus Liedtke erzählte uns dabei etwas über die verkehrliche und ökonomische Bewertung des Free-Floating-Carsharings. Dabei wird die Relevanz des Carsharings am Beispiel der Hauptstadt Berlins untersucht. Carsharing gehört zu den „Sharing Economies“, ein etwas weiter gefasster Begriff, der auch Mitfahrzentralen oder temporären Wohnungstausch (z.B. AirBnB) einschließt. „Free- Floating“ heißt dabei, dass der Abgabeplatz der geliehenen PKW nicht festgelegt, sondern frei wählbar ist. Vor allem junge Menschen bedienen sich diesem Service, der bevorzugt in bevölkerungsdichten Regionen Deutschlands angeboten wird.

Der zweite Gastvortrag wurde von Philipp de Fries über Gentrifizierung gehalten. Der Begriff „Gentrifizierung“ leitet sich ab vom englischen Wort „gentry“ für niederen Adel und wird heute stadtgeographisch für den sozioökonomischen Strukturwandel in bestimmten Vierteln verwendet: die ärmere Bevölkerung wandert ab, während reichere Bürger diese zunehmend verdrängen. „Gentrifizierung“ wurde von der Stadtsoziologin Ruth Glass 1864 in Bezug auf London erstmals verwendet, seitdem mehrfach generalisiert und spezifiziert.

Im Anschluss an die Gastvorträge wurden von allen sehr fleißig und mit großem Engagement 101 Rucksäcke für Malawi gepackt.

Kauf-Eins-Mehr Aktion 02.07.2016

HELFEN- Am 02.07.2016 hat der Rotaract Club Münster noch einmal kräftig für die Bundessozialaktion „Rucksackprojekt” gesammelt. Es kamen unter anderem Hefte, Stifte und  weitere Dinge zusammen, die wir in die Rucksäcke packen werden. Diese werden dann an Kinder in Malawi geschickt, um ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern und den Schuleinstieg zu erleichtern.

Am 21.07. packen wir dann die Rucksäcke, um sie schließlich zu verschicken. Dann können sie mit Freude von den Kindern in Empfang genommen werden.