Besuch von Moderatorin und Standup-Comedian Lisa Feller

LERNEN, FEIERN – Am 06.04.2017 besuchte uns die Moderatorin und Standup- Comedian Lisa Feller.

Lisa Feller ist in Düsseldorf geboren und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau und ein Lehramtsstudium, bevor es sie „auf die Bühne zog“. Schon zu Universitätszeiten war sie Moderatorin des Uniradios „Unfunk“, besuchte mehrere Schauspielschulen und war dann zunächst freie Mitarbeiterin des WDR Münster. Sie sammelte weiterhin Erfahrung als Moderatorin des Inselradios auf Mallorca und verbrachte ein Jahr als Schauspielerin in einer Comedy-Show auf der AIDA. Zudem ist sie seit 15 Jahren Mitglied des Placebo- Theaters in Münster, die regelmäßig Auftritte haben. Den Grundstein für ihre Karriere als Standup-Comdian legte jedoch ein Praktikum beim Einslive- Comedyteam in den 90er Jahren in der „Gerd- Show“, bei dem sie Elmar Brand („Steuersong“) kennen lernte.

Heute ist Lisa Feller Moderatorin des „NDR- Comdycontests“ sowie der Quizshow „Zwei für Einen – das Quiz für den Westen“. Zudem ist sie in anderen Quizshows als Kandidatin aufgetreten und stellt Mitte April ihr neues Bühnenprogramm vor.
Auf Nachfrage erläuterte Lisa Feller, wie man auf Grundlage des eigenen Humors Bühnenstücke schreibt und diesen dabei ausweitet. Als sehr schwer empfand sie am Anfang, die Natürlichkeit auf der Bühne wiederherzustellen, um seine Gags möglichst authentisch wirken zu lassen, damit man nicht merken kann, dass alles auswendig gelernt ist. Humor sei heute zudem vielseitiger geworden, man könne dem Publikum heute mehr zutrauen, es sei an einen veränderten Humor durch die vielen Mixshows gewöhnt.

Sie erläuterte zudem kurz ihren Ablauf der Woche, das Zusammenbringen ihres Berufs und das Kümmern um ihre zwei kleinen Söhne.
Lisa Feller untermalte jeden der einzelnen Punkte ihres Lebenslaufs mit netten und lustigen Geschichten und Erläuterungen, sodass es für uns ein sehr amüsantes und äußerst kurzweiliges Meeting wurde.

Gastvorträge

LERNEN – Das Meeting am 02.03.2017 nutzten wir für Gastvorträge über folgende Themen.

American Football – Gastvortrag von Nabil

Nabil, der selbst begeisterter Football-Spieler war und ist, weihte uns in die Grundzüge des American Football ein und hatte zur besseren Veranschaulichung nicht nur Filme in seinen Vortrag eingebaut, sondern auch die wichtigsten Ausrüstungsbestandteile eines Spielers mit dabei. Neben dem Ball, dessen Oberfläche aus Leder besteht, ist der Helm die wohl wichtigste Ausrüstung eines jeden Spielers. Die Mannschaft besteht aus zweimal elf Mann, der Offense und der Defense. Das größte Ziel einer jeden Mannschaft ist der Touchdown, welcher 6 Punkte erbringt. Dabei gibt es im Profisport rund 300 bis 400 Spielzüge, welche alle Spieler auswendig beherrschen müssen. Nabil wies jedoch auch auf die Schattenseite des Sports hin. Sehr häufig trete eine Reduzierung der Hirnmasse bei Spielern auf, genannt CTE. Diese Erkrankung entsteht durch Gehirnerschütterungen der Spieler. Mit „Concussion“ gab und Nabil einen Filmtipp, in welchem eben diese Erkrankung thematisiert wird.

Reise zu den Maya-Pyramiden – Gastvortrag von Katharina

Im Jahr 2012/13 nahm Katharina an einem Rotary-Schüleraustausch teil und lebte einige Zeit bei drei verschiedenen Gastfamilien in Mexiko. In dieser Zeit begeisterte sie vor allem die Maya-Kultur. Die Maya waren eine der am längsten lebenden Hochkulturen und verbauten in ihren imposanten Bauwerken viele astronomische und kalendarische Besonderheiten. Katharina stellte uns vier verschiedene Pyramidenbauten und Maya- Stetten vor: Tulùm, auf einer Klippe an der Karibik-Küste; Chichen Hzà, die seit 2007 zu den sieben neuen Weltwundern gehört; Uxmal, welche wegen Hurricanes rund gebaut wurde und schließlich Parleque im Dschungel, von welcher Stette derzeit erst 5% freigelegt ist.

Vom Arbeitstier zum Sporttier – Gastvortrag von Dagmar

Dagmar reitet selbst sehr gerne Dressur und konnte uns einiges über das Pferd früher und heute erzählen. Früher wurden Pferde vor allem zur Feldarbeit und als Grubentiere genutzt. Auch damals schon waren Pferde Zeichen für Wohlstand. Schließlich fanden sie ihren Einsatz in der Waldarbeit, als Kutsch- und Zugpferde und unter anderem als Militärpferde. In den beiden Weltkriegen wurden 2,8 Millionen Pferde eingesetzt. 60-80% haben die Kriege nicht überlebt. 1709 gab es erste Pferderennen unter Adligen in England. Während der Industrialisierung des 19.Jahrhunderts wurde das Pferd als Arbeitstier immer mehr durch Maschinen ersetzt und wird wichtiger denn je als Freizeit- und Sportpartner. 1,2 Millionen Menschen in Deutschland reiten heute auf 1,1, Millionen Pferden. Dabei gibt es neben dem Springreiten, Dressur und Galopprennsport. Dagmar betonte dabei immer wieder, dass das Pferd viel zu oft als Sportgerät, nicht aber als Sportpartner gesehen werde. Der Profit stünde oft sehr im Vorder-, das Wohl des Pferdes im Hintergrund.

Nach dem offiziellen Teil des Meetings ließen wir den Abend in großer Runde in der Pension Schmidt ausklingen.

Vortrag “War on Cash-Wendepunkt des Bargeldes”

LERNEN – Diese Meeting referierte Herr Krumme über das Thema „War on Cash – Wendepunkte des Bargelds“.

Herr Krumme leitete seinen Vortrag ein mit der Schätzfrage, wie viel Bargeld der Durchschnittsdeutsche im Portemonnaie bei sich habe: genau 103€ durchschnittlich.

In der Europäischen Union sind insgesamt eine Billion € Bargeld im Umlauf, davon 26,5 Mrd. € als Münzen. Etwa 550 Mrd. € werden von der deutschen Bundesbank ausgegeben, ca. 70% fließen ins Ausland (Reisen, ausländische Arbeitnehmer).
Seit Sommer letzten Jahres ist die Diskussion um den Erhalt des Bargeldes entbrannt. Im Rahmen des Weltwirtschaftsgipfels in Davos postulierte John Cryan, Chef der deutschen Bundesbank, Bargeld sei teuer, ineffizient und helfe nur Kriminellen und Geldwäschern. Seiner Einschätzung nach sei es in ca. 10 Jahren verschwunden.

Zu Bedenken gilt, dass Bargeld als handelbarer Wert eine besondere Form des Vertrauens darstellt, wie schon der Philosoph Georg Simmel 1900 betonte: Geld, und besonders gemeint ist Bargeld, sei die Äußerung des Vertrauens in die gesellschaftlich- staatliche Ordnung. Daneben ist Bargeld eine gesetzliche Währung,

Weitergehend klärte Herr Krumme mit uns die Frage, welche Zahlungsmittel die Deutschen bevorzugen. Über 80% der Bevölkerung zahlt kleinere Einkäufe bis 50€ grundsätzlich bar. Zahlungen mit EC- Karte und Online- Zahlsystemen wie Paypal nehmen aber gerade in der jüngeren Generation zu. Die Verfechter beider Seiten, Bar- und Unbarzahler, nennen jedoch jeweils die gleichen Argumente für ihr Handeln: die jeweilige Methode sei einfacher, sicherer, schneller sowie besser geeignet zur Kontrolle des eigenen Geldes.

Was leistet nun der Staat hinsichtlich der vermeintlichen Abschaffung des Bargelds? Über die EZB (Staat = Münzregent) werden die Banknoten herausgegeben. Ab Ende 2018 wird der 500€-Schein durch die EZB nicht mehr produziert, sodass dieser sukzessive aus dem Barzahlungsverkehr verschwindet. Damit will der Staat kriminelle Verwendung des Bargelds verhindern. Des Weiteren soll es eine Obergrenze für Barzahlungen nach Beschluss der Bundesregierung geben. Demnach dürfen Beträge ab 5000€ dann nicht mehr bar gezahlt werden. Deutschland zieht dabei hinter einigen EU- Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien nach, in denen die Barzahlungsobergrenze längst eingeführt ist; Schweden lehnt Barzahlungen fast gänzlich ab.
Auch die Negativ-Verzinsung steigt mit dem Rückzug des Bargelds als Zahlungsmittel. Die Auswirkungen dessen beziehen sich vor allem auf die Rente und den Vermögensaufbau, der durch fehlenden Zinseszinseffekt dann schwieriger ist. Die Abschaffung des Bargelds sei auch deshalb ein Vertrauensverlust, da ohne Bargeld der Weg für unendliche Negativzinsen frei wäre. Ein weiterer Nachteil ist auch die ständige Abhängigkeit von Strom und Computer bei Nutzung von Online- Zahlungsmitteln sowie der Datenschutz. Auch juristisch gesehen ist also die Abschaffung des Bargelds strittig.

Herr Krumme betont zum Ende seines interessanten Vortrags noch einmal, dass der Rückgang des Bargelds zwei Seiten habe: Zum Einen trage dieser Schritt sicherlich zur Terrorismus- Bekämpfung bei, zum Anderen ist Bargeld als Faustpfand die einzige Zahlungsart, bei dem der Verbraucher selbstbestimmt ist. Mit den Worten Dostojewskis, „Das (Bar-)Geld ist geprägte Freiheit“, und dem Ratschlag, sich für die Freiheit der Wahl der Zahlungsart einzusetzen, beendet Herr Krumme seinen Vortrag.

Brasilianisch-rotaractischer Abend

LERNEN – Frederico Junkert aus Curitiba in Brasilien hielt uns einen interessanten Vortrag über das Amtsenthebungsverfahren der ehemaligen brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff.

Sie wurde im August 2016 nach einer Amtszeit von 5 Jahren aus ihrem Amt enthoben. Ihr und ihrer Regierung wurden schwerwiegende Verstöße gegen die Verfassung vorgeworfen. So habe die Bevölkerung nichts von einer hohen Verschuldung des Staates gegenüber der vom Präsidenten kontrollierten Bank gewusst. Außerdem habe die Regierung um Rousseff maßgeblich zur wirtschaftlichen Krise in Brasilien beigetragen. Das Korruptionsnetzwerk rund um den brasilianischen Ölriesen Petrobas, das durch die „Car Wash Operation“ untersucht wurde, soll auch zu Lasten der abgesetzten Regierung fallen.

Frederico erläuterte uns, wie das Absetzungsverfahren vonstatten ging und wie die Proteste gegen Rousseff immer stärker wurden.
Abschließend stellte Frederico uns noch zusammen mit Giovanna ihre Heimatstadt Curitiba vor; die zu den nachhaltigsten Städten der Welt gehört.

Beim zweiten Vortrag blieben wir thematisch in Brasilien. Jessica stellte uns die rotarische Familie in Brasilien vor. Sie selbst war vor ein paar Jahren mit dem Rotary Jugendaustausch in Polen, ihrem Geburtsland. Weiterhin war Jessica lange bei Interact in ihrer Heimatstadt Ilhéus aktiv. Interact hat sehr ähnliche Ziele zu Rotaract, richtet sich aber an 12- bis 18-jährige. Beispielhafte Sozialaktionen von Jessicas Interact Club waren eine Strandreinigung, eine Fahrradtour, Besuche im Altenheim und eine „Free Love Hugs“ Aktion in der Stadt.

Nachdem alle Fragen an die beiden referierenden Brasilianer geklärt werden konnten, klang für einige Beteiligte der Abend noch im Café & Bar Celona aus.

Spendenübergabe für Elbén und das Manenberg Aftercare Centre in Kapstadt

HELFEN – Das Meeting stand im Zeichen der Übergabe des Erlöses aus den Waffel- und Glühweinständen der Adventssamstage im Dezember. Jeweils 1000€ gehen an „Elbén“ und „Manenberg Aftercare Centre“ in Kapstadt.

Unser Mitglied Alexander Milstrey nahm die Spende stellvertretend entgegen und berichtete noch einmal über die Arbeit der Organisation, die von Prof. Bernd Rosenkranz geleitet wird.

Im Township Manenberg in Kapstadt, in dem auch unter Kinder und Jugendlichen eine hohe Kriminalität herrscht, dient eine ehemalige umgebaute Kirche als Nachmittagsbetreuung für die Kinder des Townships. Die Kinder bekommen dort nach der Schule ein warmes Mittagessen, können dort Hausaufgaben und Musik machen oder im Sportraum spielen. Ziel dieser Einrichtung ist es, die geistigen und sozialen Kompetenzen der Kinder zu fördern. Durch unsere Spende von 1000€ können Turnmatten angeschafft werden, die für ein Turnfest im Sommer benötigt werden. Prof. Rosenkranz überbrachte unserem Club ebenfalls ein Dankeschön.

Auch zwei Vertreter von „Elbén“ nahmen unsere Spende von ebenfalls 1000€ dankend entgegen.
“Elbén“ ermöglicht geflüchteten Syrern die Integration in unsere Gesellschaft durch den Verkauf von Manakish, einer syrischen Spezialität (Fladenbrot), und verbindet auf diese Weise Münsteraner und Syrer miteinander. Durch die Arbeit im kleinen Verkaufsraum an der Universitätsstraße gegenüber vom Juridicum und im Foodtruck können die Syrer neue Kontakte knüpfen.

Zukünftig plant der Initiator weitere soziale Projekte zugunsten syrischer Kinder aus den Erlösen des Manakish-Verkaufs.
Wir freuen uns, so wichtige Projekte durch unseren Einsatz und den Erlös unterstützen zu können!

Des Weiteren begrüßen Nora Mommsen bei uns im Club und freuen uns über sie als neues Mitglied.

Anschließend verbrachten wir den weiteren Abend im BarCelona bei guten Getränken und netten Gesprächen.

Gastvortrag des Geschäftsführers von Hengst Filter SE & Co. KG

Zu Beginn des Meetings wurde Vanessa Flato als neues Mitglied in unseren Club aufgenommen. Herzlich Willkommen im Rotaract Club Münster.

Weiterhin wies Sophia auf unsere Aktionen während der Adventszeit hin. Zum einen warb sie für eine Unterstützung der „Sternstrahlen“- Aktion der münsterischen Rotary-Clubs, bei der Weihnachtskarten und weihnachtliches Geschenkpapier für einen guten Zweck verkauft werden. Diese findet noch bis zum 21.12.2016 statt.

Außerdem ist am kommenden Samstag, dem 10.12.2016, unser alljährlicher Waffel- und Glühweinstand. Bei beiden Aktionen können wir tatkräftige Hände noch gut gebrauchen, bitte tragt euch dafür in die vorhandenen Doodle-Umfragen ein.

Zu unserem Meeting hatten wir Besuch von Herr Röttgering, dem Geschäftsführer von der Hengst Filter SE & Co.KG, der uns sein Unternehmen vorstellte und unseren Mitgliedern Frage und Antwort stand.

Zunächst bot Herr Röttgering uns einen Einblick in die Geschichte des Familienunternehmens, das er in der dritten Generation führt. Bereits 1958 von Walter Hengst in Münster gegründet, stellte das Unternehmen über viele Jahre Filteranlagen für Automobile her. Im Jahr 2002 mit der Übernahme der Geschäfte durch Herrn Jens Röttgering erfolgte eine Expansion des Unternehmens. Das Unternehmen gründete neue Standorte weltweit, nahm einen umfangreichen internen Umstrukturierungsprozess vor und erweiterte die Produktpalette. Diese Mühen haben sich gelohnt, das Unternehmen wurde von der Universität St. Gallen mehrfach als wachstumsstärkstes Unternehmen der letzten 10 Jahre ausgezeichnet. Inzwischen hat es einen Umsatz von ungefähr 400 Mio. Euro. Bei seiner Präsentation erklärte Herr Röttgering besonders anschaulich die Herausforderungen einer solchen Expansion und die Anstrengungen bei der Etablierung einer neuen Unternehmenskultur.

Das Unternehmen Hengst Filter bietet technisch hochwertige Filtrationslösungen an, wobei sich die Produkte in drei wesentliche Kategorien zusammenfassen lassen.
Es gibt zum einen Filteranlagen, die für die Automobilindustrie hergestellt werden. Diese sogenannten „On-Highway“-Güter umfassen Filteranlagen sowohl für Pkw als auch für Nutzfahrzeuge. Hier hat das Unternehmen namhafte Automobilhersteller wie BMW, GM oder VW als Kunden. Auf Nachfrage wies Herr Röttgering dabei auf die Besonderheiten des Zulieferergeschäftes für die Automobilindustrie hin und erklärte die Herausforderungen, die durch die Entwicklung der Elektroautomobile auf das Unternehmen zukommen.

Als weitere Produktgruppe bietet Hengst Filter die sogenannten „Off-Highway“-Güter an. Es handelt sich hierbei um Filteranlagen für Baumaschinen, Landmaschinen, Gabelstapler oder die Marine.
Schließlich gibt es noch die sogenannte „Industrial Filtration“. Diese Produktkategorie umfasst Filter, die für eine industrielle Verwendung konzipiert sind. In der Industrie werden Filter z.B. in Reinigungsgeräten, Elektrowerkzeugen, Entstaubungs- oder Erodiermaschinen verwendet.

Zum Abschluss gab uns Herr Röttgering einen Überblick über die weltweite Arbeit seines Unternehmens. Mit ca. 3000 Mitarbeiter ist es an 15 Standorten in Europa, Amerika und in Asien vertreten. In Amerika ist Hengst Filter in den USA und Brasilien, in Asien in Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, China und in Singapur zu finden. Der Hauptsitz befindet sich in Münster und der größte Produktionsstandort ist Nordwalde, wo sich insbesondere die Aluminiumgießerei befindet.

Gastvorträge

An diesem Meeting konnten wir drei interessante und abwechslungsreiche Vorträge hören.

1) „Boston und seine Sehenswürdigkeiten“ -Vanessa Flato

Vanessa machte uns in ihrem Vortrag durch eine „Sightseeing- Tour“ mit der Stadt Boston vertraut.
Boston ist die Hauptstadt des Bundesstaats Massachusetts (USA) und gilt mit seinen 667.000 Einwohnern als lebenswerteste Stadt der Welt sowie schönste Stadt in Amerika, die auch für die Universität Harvard bekannt ist.

Den historischen Stadtkern erreicht man über die „Longfellow Bridge“, die erste Sehenswürdigkeit, die uns Vanessa vorstellte. Die Brücke wird durch vier Ziertürme ausgezeichnet, die im Stile des russischen Zuckerbäckerstils gehalten sind. Das Zentrum der Stadt ist u.a. aufgeteilt in den Stadtteil „Beacon Hill“, in dem früher die Mächtigen und Reichen Bostons wohnten und welches noch heute an ein britisches Städtchen erinnert. „North Slope“ hingegen war das Armenviertel der Stadt.

Die Stadtführung ging nun weiter in den „Boston Common“, heute eine grüne Parkanlage mitten im Stadtzentrum und damit Erholungsort für die Bostoner. Die „Boston City Hall“, im Stil des Brutalismus gehalten, wurde im Jahr 2008 zum hässlichsten Gebäude der Welt von einem Architekturmagazin gewählt. Das „Museum of Afro- American History“ erinnert heute an die Bostoner Antisklaverei- Bewegung als eine der stärksten der USA sowie an die erste Schule für farbige Kinder, die von einem Weißen gestiftet wurde.

Am Ende ihres Vortrags besuchte Vanessa mit uns den „Port of Boston“. Dieser wurde während der Zeit der Kolonisation als Stützpunkt für die Erweiterung der Kolonien, später als Basis des interamerikanischen Handels genutzt. Auch als Schauplatz für die „Boston Tea Party“ ist dieser bekannt. Heute wird er als Frachthafen genutzt.

2) „Atomenergie vergeht, Schadensersatz entsteht – eine (nicht ganz) juristische Betrachtung des deutschen Atomausstiegs -Christian Worpenberg

Im Rahmen einer Seminararbeit beschäftigte sich Christian mit dem deutschen Atomausstieg, worüber das Bundesverfassungsgericht am 06.12.16 ein Urteil fällen wird.
Auslöser für die Planung des beschleunigten Atomausstiegs war der Vorfall in Fukushima (2011). Betroffen davon sind die e.on-AG, RWE-Power und Vattenfall (u.a.), die Verfassungsbeschwerde bezüglich Reststrommengen und feste Enddaten für den Betrieb einreichten.

Als rechtliche Auswirkungen des beschleunigten deutschen Atomausstiegs nannte Christian, dass die Wegnahme der Reststrommengen die Kraftwerksbetreiber in ihrer Planung belaste und bezeichnete dies als einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Als ein Punkt zur Gleichbehandlung der Kraftwerkbetreiber müsse die Frage geklärt werden, warum es sechs unterschiedliche feste Enddaten zur Abschaltung der Atomkraftwerke gebe, also eine Begründung geliefert werden, warum wann welches Kraftwerk abgeschaltet wird. Hinzu komme die Korrelation des Alters eines Kraftwerks mit seiner Störanfälligkeit, die weitere Stromversorgung sowie die Frage nach der Amortisation.

Mögliche Lösungen für das Problem könnten beispielsweise sein, die eigentlich abzuschaltenden Kraftwerke länger laufen zu lassen bzw. noch laufende Kraftwerke ebenfalls unverzüglich abzustellen sowie ein finanzieller Ausgleich an die Betreiber- Konzerne.
Christians persönliche Meinung ist die, dass das Eigentumsrecht durch die Entscheidung nicht verletzt ist, sehr wohl aber eine Ungleichbehandlung darstellt, weshalb er für einen finanziellen Ausgleich wäre.

3) „In acht Tagen zu Fuß über die Alpen“ -Benedikt Roßmann

Benedikt berichtete erheiternd über seine achttägige Alpenüberquerung im Sommer diesen Jahres. Seinen spannenden Reisebericht untermalte er mit vielen eindrucksvollen Bildern seiner Route, die uns weite Alpenpanoramen näher brachten.
Die Tour führte ihn über den bekannten Wanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran. Während der acht Tage legte er insgesamt 7000 Höhenmeter über eine Weglänge von 150km zurück, was einer Laufzeit von 8 bis 9 Stunden pro Tag entspricht. Beginnend in den Allgäuer Alpen durchquerte er das Lech-, Pitz- und Ötztal und schließlich das Passeier Tal. Übernachtet wurde jeweils in Berghütten zu einem günstigen Preis und gutem Essen.

Benedikt empfahl uns als Ausstattung für eine solche Bergtour einen geeigneten Wanderrucksack mit Hüftgurt, passende Wanderschuhe, einen Trinkbeutel, um die kontinuierliche Flüssigkeitsversorgung über den Tag sicher zu stellen, sowie einen Kompass und Wanderstöcke. Am Ende seines Vortrags reflektierte er, was er auf dieser Tour gelernt hat. Dazu zählen u.a. Gelassenheit, Spontaneität, Minimalismus, das Gefühl des Nicht-Erreichbar-Seins sowie die Konzentration auf das Wesentliche.

Anschließend an die Gastvorträge ließen wir den Abend im Cafe „Bar Celona“ ausklingen.

Beertasting im Braukunstwerk

Das vergangene Meeting verbrachten wir in gemütlicher Runde bei einem Beertasting im Craftbeer- Shop „Braukunstwerk“ an der Warendorfer Straße.
Zu Verkosten gab es insgesamt vier Biersorten, angefangen mit dem „Slow Rider“ und Aromen von Hopfen und Grapefruit. Neben süffigen und kräftig-schweren Geschmacksrichtungen stach das Bier der Münsterschen Brauerei „Gruthaus“ hervor, welches Wacholder enthielt und damit an Gin erinnerte.

Neben der Verkostung erfuhren wir Wissenswertes über das Bier allgemein sowie über den Begriff „Craftbeer“. Bei diesem handelt es sich um ein Bier, was in kleinem Maßstab eher manuell gebraut wird.
Auf der Welt gibt es ca. 100 verschiedene Bierstile. Diese lassen sich grob einteilen in „Lagerbier“ und „Ale“.

Lagerbier, wozu z.B. das Pilsener, „Münchner Hell“ oder Märzen zählen, wird mit Hilfe einer untergärigen Hefe gebraut. Diese lagert sich unten am Braukessel ab, daher der Begriff „untergärig“, und arbeitet bei Temperaturen zwischen 2 bis 5°C.

Das Ale zählt zu den obergärigen Bieren (z.B. Kölsch, Alt- und Weißbier) und wird mit einer Hefe vergoren, die bei Temperaturen ab 15 bis 22 °C arbeitet und oben auf dem Bier aufschwimmt. Ales lassen sich noch einmal unterteilen in das „British Pale Ale“, was eher einen erdigen, harzigen Geschmack aufweist, sowie das fruchtige „American Pale Ale“.

Zusätzlich heißen wir Philipp de Fries im Club willkommen.

Firmenbesichtigung der Westfalen AG

LERNEN-An diesem besonderen Meeting waren wir zu Gast bei der Westfalen AG und wurden zunächst von Herrn Alexander Fritsch-Albert im Konferenzraum „Münster“ im neuen Westfalen Tower herzlich im Rahmen eines Sektempfangs begrüßt. Dieser beherbergt auf zehn Etagen à 200 m2 160 Arbeitsplätze in offenen Bürowelten.

In einem spannenden und kurzweiligen Vortrag brachte er uns das Unternehmen Westfalen AG sowie seine sechzigjährige Geschichte näher.
1923 als „Sauerstoff AG“ gegründet und Lieferant vor allem von Propangas für den Haushaltsgebrauch, stellt die Westfalen AG heute ein wichtiges Technologieunternehmen der Energiewirtschaft dar, welches als „Vollversorger“ für die Sparten Strom, Erdgas, Solarthermie, medizinische Gase sowie für den nachhaltigen Klimaschutz und eine moderne Energieversorgung steht.

Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Münster besitzt Vertriebs- und Produktionsstätten in neben Deutschland acht weiteren Ländern wie Belgien, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Eingeteilt ist die Westfalen AG in die drei Bereiche Gase, Energieversorgung und Tankstellen.
Zu dem Bereich der Gase zählt vor allem die Gewinnung von Edelgasen wie Argon aus der Umgebungsluft sowie die Abfüllung von Sauerstoff und Stickstoff. Diese Luftgase machen einen Produktionsanteil von 255 Mio. m3/Jahr aus. 40% des Absatzes entfallen auf Schweiß-, Schneid- und Lasergase, des Weiteren auf Lebensmittelgase (Gefriertechnik, u.a.), medizinische Gase sowie auf Sondergase zur Gerätekalibrierung (Abgasuntersuchung) und Ammoniak als Wärmeträger in der Kältetechnik.

Bei der Energieversorgung spielt Propan als Flaschenflüssiggas sowie als Autogas als emissionsfreie Alternative zu Benzin oder Diesel eine wichtige Rolle. Seit Anfang des Jahres gehört zur Westfalen AG zudem ein neues Strom- und Gasversorgungsangebot. In NRW und Niedersachsen besitzt die Westfalen AG 255 Tankstellen, die das Unternehmen als „Erholungszentren“ mit Kaffee- Lounge, Bistro und Compact- Markt bewirbt. Eine neue Drive-in–Tankstelle hat vor kurzem an der A1 bei Amelsbüren eröffnet, bei der nach dem Tanken an einem Schalter bezahlt und eingekauft werden kann. Anfang Dezember diesen Jahres wird zudem die erste Wasserstoff- Tankstelle zur Westfalen AG gehören.

So verbindet das Unternehmen Fortschritt und Entwicklung mit der Produktion und dem Vertrieb von herkömmlichen Produkten wie Kraftstoffen und Gasen. Im Jahr 2015 lag der Umsatzerlös des Konzerns bei 1.645,7 Mio. €, dieses
Jahr ist das Unternehmen zudem im Fokus als „Top Nationaler Ausbilder 2016“ ausgezeichnet worden.

Auch das soziale Engagement des Familienunternehmens kommt nicht zu kurz: Die „Stiftung Mitmachkinder“ unterstützt einkommensschwache Familien bei dem Einkauf des Schulbedarfs der Kinder. Des Weiteren ist es Sponsor der Montgolfiade am Aasee, des BVB und im Motorsport.

Seit Neuestem ist Herr Fritsch- Albert auch in die Start- Up- Szene eingestiegen und ermöglicht jungen Studierenden mit „Dein Start-Up“, ihre Ideen durch die Fachkenntnisse der verschiedenen Abteilungen des Konzerns sowie finanziell umzusetzen. Anschließend an den facettenreichen Einblick in das Unternehmen ließen wir den Abend bei Currywurst und Getränken, exzellentem Service und angeregten Gesprächen zusammen mit Herrn Fritsch- Albert ausklingen.